Mit welchen Erwartungen kommst Du zur Hypnose?

 

Viele Klienten haben schon einige Methoden ausprobiert, bevor sie sich entscheiden zur Hypnose zu kommen. Aufgrund von zahlreichen medienwirksamen Versprechungen und Blitzheilungen im Internet sind die Erwartungen oft sehr groß.

Auch sind viele Klienten der Annahme, ihr Problem könnte einfach weghypnotisiert werden. Oder es entsteht der Wunsch in nur 1-2 Sitzungen gravierende Probleme wie Esssucht oder Phobien ein für allemal zu beseitigen.

Am meisten amüsiert mich die Idee,  in der Hypnose werden sie blitzartig in tiefe Trance fallen. Das entspricht einer Show-Hypnose und hat nichts mit einem therapeutische Prozess und der Mitarbeit eines Klienten zu tun.
 Natürlich kann die Hypnose nicht in dieser Bandbreite alles wegzaubern.
 Allerdings sind oft schon viele Heilungen und tiefere Einsichten durch 1-2 Hypnose-Sitzungen entstanden, sodass ich sagen kann, manchmal kann sie es eben doch – zaubern!

In der von mir angebotenen lösungsorientierten Hypnotherapie geht es vor allem darum neue Wege aufzuzeigen und dies in der Hypnose als stimmige Realität mit allen dazugehörigen positiven Emotionen erfahrbar zu machen. Ein Problem löst sich dann erst auf, wenn es im Unterbewusstsein verändert worden ist. Die neue Erfahrung wird dann mit allen hypnotischen Zaubertricks „verankert“. Oder sie werden vertieft mit posthypnotischen Sprachmustern nach Erickson, sowie mit Ideomotorik.
 Diese vielen Techniken bilden das virtuose Kernstück einer Hypnose, je mehr davon im Werkzeugkoffer sind, desto besser.

Eine seriöse Hypnose ist immer individuell und auf den Klienten zugeschnitten. So gilt dann nach allen Regeln der Kunst, die richtigen Metaphern und Hypno-Tricks auzuwählen, sodass sich alles ganz stimmig und leicht fürs Unterbewusstsein anfühlt.

Doch wie genau läuft eine Sitzung eigentlich ab?
Darauf möchte ich heute detailliert eingehen.

Inhalt:

Vorwort: Mit welchen Erwartungen kommst Du zur Hypnose?
1. Einleitung eine Hypnose – die sanfte Induktion
2. Haupteil einer Hypnose – nun gehts tiefer
3. Warum wirkt die Hypnose so effektiv?
4. Neuroplastizität und die Aktivierung der Selbsheilungskräfte
5. Bei diesen Problemen kann ich Dir mit Hypnose sehr gut helfen

> Zum Abschluss: Mit einer Hypnose-zum anhören.:
Selbstheilungskräfte aktivieren

 

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1. Einleitung einer Hypnose – die sanfte Induktion

Nach einem gründlichen Erstgespräch gehts los mit der Hypnoseeinleitung.
Diese wird auch Induktionen genannt und können sehr vielfältig sein. Je nachdem welchen Persönlichkeitstyp man vor sich hat, wird eine passende Induktion von mindestens 10 Minuten ausgewählt.

Die 3 Ziele der Entspannung:

  1. Der Klient kann sich auf verschiedene Körperteile konzentrieren und kann diese Kraft seiner Gedanken entspannen und immer tiefer in die sanfte Trance gleiten.
  2. Schmerzlinderung: Über die Entspannung ist es möglich schon bereits den Effekt zu suggerieren. „Spüre nun da du so entspannt bist, wie du angenehm weich atmen kannst, wie alles fließt… und jegliche Anspannung sich verliert.“
  3. Training für Hypnose Skills: Der Klient darf einfach nur entspannen und spüren. Durch den Blick nach innen öffnet sich eine tiefere Wahrnehmung. Der bewusste und kritisierende Verstand ist nun ausgeschaltet und das Unterbewusstsein (in Alpha und Theta-Frequenz) ist offen und zugänglich für ganz neue hypnotische Sprachmuster und kreative Lösungen.

Sehr gerne benutze ich zur Induktion eine Kombination aus mehreren Techniken.

Blickfixation: „Schau auf diesen Punkt und deine Augen werden ganz schwer, …“

• Bodyscan mit Schwere-Übung:
„Deine Augen sind ganz schwer und müde, … lass diese Schwere mal in deinen Körper sinken…“
Spüre deine Beine, wo ist es warm, wo kalt, spüre den Bauch… 

Zählübung:
„Gehe 5 magische Treppenstufen nach unten, auf jeder Stufe wirst du ganz müde und schwer…“

• Verwirrungs-Taktik:
Haptische Frage: „Kannst du den rechtes Knie spüren
?“
Visuelle Frage: „Welcher Gegenstand ist gelb, den du heute morgen gesehen hast?“
Rationelle Frage: löse die Rechenaufgabe:  88-56+13-6 ?

• Handlevitations-Übung:
„Stell dir einen Luftballon an deinem Handgelenk vor, der hebt deine Hand nun höher und höher …“
Diese Methode soll dem Unterbewusstsein beweisen, dass Kraft der eigenen Gedanken sich schon viel verändert hat.

• Oder Handwachstums-Übung:
„Stell dir vor wie deine rechte Hand nun wächst und sich ausdehnt und immer größer wird… viel größer als die linke Hand.“

Fakt ist, die Hand ist wirklich größer in Punkt! Sie dehnt sich aus, die Sehnen, Muskeln, Faszien und Gefäße können sich weiten, das ist sogar messbar! Ein Phänomen von Entspannung, welches nun beweist, wie stark der Geist die Materie und den Körper beeinflussen kann. Diese starken Manifestationen von Gedanken kann man nun für die eigenen Ziele in der Hypnose sinnvoll nutzen.

• Abschließende Entspannung:
„Spüren des Atems, des Körpers und die wohlige Wärme im Körper.“

 

2. Haupteil einer Hypnosetherapie –
nun geht´s tiefer

Bevor ich mit dem/r Klienten:in zusammen loslege, wird noch ein ideomotorisches Signal vereinbart. Dies ist schlicht und einfach ein sogenannter „Ja-Impuls, oft angedeutet durch einen gehobenen Finger des Klienten und ein Nein-Impuls, ein zweiter Finger.
So kann der Klient bei einer Frage ganz simpel den Finger heben ohne zu antworten und ich weiß Bescheid ob er oder sie noch den Worten und inneren Bildern folgen kann.

Als heutiges Beispiel wähle ich die Technik Ressourcenfokus aus.

Ziele des Ressourcenfokus:
Durch einen starken positiven Fokus, den der Klient aus dem eigenen Leben wählt, und dieser ein starker Halt darstellt, kann der negative Fokus der Angst, Panik etc. minimiert und relativiert werden.

Zu Beginn muss eine hochemotionale und sehr positive Erinnerung aus dem persönlichen Buch des Lebens gefunden werden, mit der sich der Klient heute noch verbinden möchte. Gut geeignet sind Erinnerungsbilder aus dem Bereich Liebe oder Verbundenheit, Kindheitserinnerungen oder die Liebe zu eigenen Kindern etc.

Nun wird es intensiv: Dieses Gefühl wir hochgeholt und mit aller Intensität noch einmal gespürt, mit allen Farben und Formen, wird es verstärkt, sodass die Person voll und ganz darin schwelgen kann und der ganze Körper damit geflutet wird. Dies ist eine excellente positive Ressource.

Eine Verstärkung (Rapport) durch den Therapeuten meinerseits kann nun lauten: „Ich merke schon wie viel Kraft und Energie dir dieses Erlebnis gibt, genieße es einfach jetzt.“

Etwas Humor und Leichtigkeit tut der Hypnose sehr gut, und so können lockere Sätze folgen, wie etwa: „Tauche einfach mal ein und lass zu was sich alles zeigt von damals, gab es lustige Szenen in dieser Erinnerung?
 Um das Erlebnis auf der Körperebene abzuspeichern, werden nun Körperregionen assoziiert, wo diese Gefühl am stärksten abgespeichert ist. „Oder welcher Geruch gehört zu diesem wichtigen Ereignis. Wie fühlt es sich an…“

Hier lasse ich mir gerne viel Zeit, sodass die Ressource immer tiefer ins Unterbewusste Zellgedächtnis gewebt wird.
Gefolgt von meisterhaft hypnotischen Suggestionen: „Das gehört zu dir, das ist deine Kraft die du spürst und schon immer da war. Dies Energie fühlt sich so nährend an und aktiviert alle Selbstheilungskräfte in dir…“

Darauf hin lasse ich den Klient die Ressource objektivieren und greifbar machen. Dies ist eine Technik aus der Objektivierung eines Symptoms.
Hierzu bitte ich den Klient: „Angenommen diese wunderbare wertvolle Gefühl im Herzraum , dass du da gerade spürst und sich so warm anfühlt, hätte eine Farbe, welche könnte es dann sein..“
Anschließend wird auch diese Farbe und vielleicht auch Form wiederum verankert. Diese Attribute werden nun liebevoll in Wiederholungsschleifen als Mantra suggeriert, bis die Person es verinnerlicht hat.

Im nächsten Schritt wird kann nun das Floating mit der Ressource beginnen, das heißt, die Farbe und Wärme und alle Attribute der Ressource dürfen den ganzen Körper wie eine Dusche überfluten. Und das vom Herzraum bis in den Bauch, den Rücken, die Arme, Beine …

Der Klient:in kann auch die sogenannte Pika Pika Atmung einnehmen und die Farbe wie in Bogen einatmen, durch den Körper fluten lassen, nach vorne ausatmen und erneut von oben einatmen, sodass ein Energie-Kreislauf entsteht.

„Dieses Floating dient dazu,
voll und ganz mit der Ressource zu verschmelzen
und in einen glücklichen Seinszustand einzutauchen.
Es kann ein sehr erhebendes Gefühl sein.“

 

Sobald sich nun die Ressource im ganzen Körper ausgebreitet hat, lade ich den Klient ein, all die angenehmen Emotionen an einen zentrales Ort im Körper fließen zu lassen, wo es sicher gespeichert werden könnte, wie eine Art Zuhause für die Ressource. Dieser Ort ist ein guter Anker und kann in der Problemsituation genutzt werden, von dort aus die Ressource wieder wachsen zu lassen.

Dann komme ich zur eigentlichen Intervention:

Im nächsten Schritt konfrontiere ich die Person mit der eigentlichen Problemsituation und lasse sie kurz die dazugehörige Emotion spüren.
Suggestionen können dann wie folgt lauten: „Und da kommt sie schon angeflogen die Angst vor der wichtigen Herausforderung, aber im gleichen Moment spürst du schon diese rosa Farbe, die dich wieder an die Liebe erinnert und so warm umschmeichelt…, und du sinkst wieder in dieses wohlige Gefühl der Entspannung, und diese Farbe breitet sich wieder aus und spült einfach alle negativen Gedanken weg, wie der Bach der alle Steine wegspült, und schon ist die Farbe wie eine Welle von Liebe spürbar und spült einfach alles hinweg …“

Wichtig bei dieser Desensibilisierung ist die Herangehensweise, also Schritt für Schritt dem Problem näher kommen und immer wieder die angstbesetzte Situation überfluten lassen mit den Ressourcenattributen.
Im letzten Schritt komme ich dem Auslöser der Panik am nächsten um sie dann direkt wieder mit der Ressourcenwelle wegspülen zu lassen.

Abschließend gehe ich dann einen Schritt weiter zum sogenannten Future-Pace. 
Die posthypnotische Suggestion an diesem wichtigen Punkt könnte lauten: „Und nun da die Anspannung vorbei ist und du dein Problem sehr gut gemeistert hast, kannst du erkennen, wie du dich einfach nur gut fühlst und das Problem schon weit hinter dir liegt. Du hast es geschafft, … du hast die Angst besiegt, von innen heraus, ganz einfach… Und vielleicht spürst du einen Art Stolz, über sich selbst hinaus gewachsen zu sein.“

Und als eine Art Belohnung schiebe ich gerne hinterher: „Und wenn du nun möchtest, dann erlaube dir noch einmal in deiner Ressource zu schwelgen, in deiner Farbe die soviel Liebe ausströmt und du wieder dein kleines Baby mit den großen Augen (als Beispiel) vor dir siehst, und du so stolz auf dich sein kannst.
Dann ziehe nun diese Farbe und Liebe wieder an den sicheren Ort in dir zurück.“

Mit dieser abschließenden Focussierung verfügt die Person nun über eine starke Methode in Panik eine Technik anzuwenden, mit der es ihr gleich viel besser geht und die viel Sicherheit ausstrahlt.
In Einzelfällen nehme ich diese Hypnose für die Klienten auf, damit es wirklich absolut sicher im Unterbewusstsein sitzt und trainiert werden kann.

3. Warum wirkt die Hypnose so effekt?

Hypnose kann bei allen Ängsten und Problemen helfen, denn in der Trance lassen sich die tiefen Entspannungsimpulse aktivieren, Körperfunktionen wie Atmung und Stoffwechsel beeinflussen und Selbstheilungskräfte mobilisieren. So können Phobien abgebaut werden und die mentalen Kräfte gestärkt werden.
 Wichtig ist, der/die Klient:in muss bereit sein und es auch wollen, die eigene aktive Mitgestaltung ist erwünscht und für den Genesungseffekt notwendig.

Hypnose ist immer auch eine auto-suggestive Methode, das heisst die Suggestionen werden übernommen und verinnerlicht, die zu den eigenen Prägungen und Werten passen. Und stimmige Suggestionen wirken einfach extrem gut! Natürlich auch die negativen Glaubenssätze, deshalb Vorsicht vor den eigenen negativen Gedankenspiralen, sie können eine Self-Fulfilling-Prophecy sein. Deshalb lohnt sich hier viel Achtsamkeit und das verstärken des positiven Gedankenguts und der kraftvollen energiespendenden Ressourcen.

Und die Hypnose ist deshalb so effektiv, weil sie mit dem Unterbewusstsein kommuniziert, wo viele Beschwerden und ungelöste Konflikte, starke emotionale Reaktionen ihre Ursprung haben. Gleichzeitig ist es auch der Ort, an dem sich diese Themen beleuchten lassen und eine neue heilsame Lösung gefunden und verankert werden kann.

Zusamenfassend die wichtigesten Effekte:

  • hilft bei Stress und innerer Unruhe
  • reguliert das Nervensystem und sediert Stresshormone
  • Glückshormone wie Serotonin und Melatonin werden verstärkt ausgeschüttet
  • das Gefühl von Geborgenheit wird verstärkt
  • Gefühl der Verbundenheit und Freude wird stärker
  • fördert die kognitiven Verarbeitungsprozesse im Gehirn
  • Schmerzen können regulieren und sedieren
  • Vorderhin wird aktiviert und die Kreativität gefördert
  • neue Lernimpulse werden kognitiv verarbeitet und integriert

 

 

4. Neuroplastizität und die Aktivierung der Selbsheilungskräfte

In den letzten Jahren habe ich mich viel mit Neuroplastizität beschäftigt, ausgelöst durch mehrere tolle Bücher, wie z. B. „Intelligente Zellen – Wie Erfahrungen unsere Gene steuern“ von Bruce Lipton oder „Gene als Chance“ von Susanne Weikl.

Neuroplastizität oder Gehirnplastizität ist eine der wichtigsten Entdeckungen der letzten Jahrzehnte. Dies beschreibt die Fähigkeit des Gehirns sich durch Training, Reize und Lernen anzupassen zu verändern. 
Erwähnenswert ist die Tatsache, dass sich das Gehirn natürlich auch durch Gedanken verändern kann.

Die wissenschaftliche Erkenntnis lautet hierzu:
Positive Gedanken erschaffen gute neuronale Verbindungen und eine gute Biochemie, negative Gedanken erschaffen schlechte Neuronen. Somit hat der Verstand einen mächtigen Einfluss auf den Körper. 

Und noch eine Erkenntnis kam hinzu: Diese neuronalen Gewebestrukturen lassen sich nicht nur in der Kindheit generieren, sondern Veränderungen von Neuronen lassen sich genauso durch Lernprozesse in jedem Alter nachweisen.

Die Neuroplastizität ist also die Fähigkeit unserer Synapsen und Nervenzellen, sich in jedem Alter zu aktivieren und zu regenerieren.
So haben wir also immer die Wahl, den Körper mit positiven Gedanken bei der Selbstheilung zu unterstützen und ihn regelrecht mit positiven Emotionen, wie Liebe, Zuversicht, Freude zu fluten.

Die Sozialpsychologie stellt es ebenfalls klar heraus: Optimisten heilen nachweislich besser an Krankheiten als Pessimisten.

 

>>> Willst du also aktiv Deine Selbstheilungskräft stärken, dann höre die die neue Mp3 an.

 

5. Bei diesen Problemen kann ich Dir sehr gut helfen

Online per Zoom / Telefon und live bei mir vor Ort:

– Allgemeinen Ängsten und Phobien
– Stärkung des Selbstwertes und Selbstbewusstsein
– Esssucht oder Gewichtsreduktion
– Prüfungsangst
– Kontakt mir der inneren Stimme
– Innere Unruhe und Burn-out
– Stabilisierung bei Prüfungen oder sozialen Ängsten
– Reduzierung von Schmerzen oder Symptomen
– Finden der eigenen Bestimmung

 

Unverzichtbar für eine erfolgreiche Hypnosetherapie sind die Bereitschaft zur Mitarbeit und der Wille zur Veränderung.
Hast Du Fragen, schreibe mir gerne eine Email.

Hast du noch Fragen zur Hypnose?

Dann schreibe mir gerne eine Nachricht!

Ich wünsche dir Alles Gute!